Über den Künstler
Kotondo Torii war ein japanischer Holzschnittkünstler, der eng mit der Shin-hanga-Bewegung verbunden ist, welche die traditionelle Holzschnittkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts neu belebte. Er ist vor allem für seine bijin ga bekannt, die Darstellungen schöner Frauen, in denen klassische Eleganz mit einer modernen Empfindung für Stimmung und Atmosphäre verschmilzt. Seine Werke bauen auf der zeichnerischen Tradition der Torii-Schule auf und interpretieren sie mit sensibler Modernität.
Zu Lebzeiten waren Kotondos Drucke bei Sammlern der Shin-hanga-Ära sehr begehrt und fungierten als Brücke zwischen Edo-Zeit-Traditionen und dem Geschmack eines wachsenden städtischen Publikums. Sein Beitrag prägte die visuelle Sprache des japanischen Holzschnitts in der Moderne und macht seine Blätter bis heute zu geschätzten Sammlerstücken.
Das Kunstwerk
Nach dem Besuch des Badehauses zeigt einen stillen Moment im urbanen Japan, als öffentliche Badehäuser wichtige Orte der Entspannung und sozialen Begegnung waren. Das 1933 entstandene Blatt verwandelt den Übergang von der Wärme des Bades zur Kühle der Straße in eine kontemplative Szene und veranschaulicht das Anliegen der Shin-hanga-Bewegung, Alltagssituationen durch Kunst zu erheben. Die Darstellung verbindet nostalgische Elemente mit einer modernen Bildsprache.
Entstanden in einer Zeit, in der solche Drucke gleichermaßen als Kunstwerke und als persönliche Erinnerungsstücke gesammelt wurden, steht dieses Bild für die bleibende Schönheit einfacher, gelebter Momente. Für ähnliche Motive siehe unsere orientalische Kollektion und weitere vertikale Poster, die die Poesie des Alltags einfangen.
Stil und Merkmale
Die Komposition zeigt eine einzelne Frau im Kimono, die einen Regenschirm hält und in den sanften Regen tritt. Kühles Blau und Weiß dominieren die Farbpalette, akzentuiert durch sparsame Rot- und Gelbtöne, was eine ruhige, ausgewogene Atmosphäre schafft. Saubere Konturen, feine Farbabstufungen und flächige Farbpartien sind typische Merkmale der Shin-hanga-Holzschnitttechnik.
Die Stimmung ist introvertiert und gelassen, sie evoziert die kurze, stille Pause zwischen Schutz und Offenheit. Zarte Muster im Kimono und die feine Darstellung des Regens sorgen für visuelles Interesse, während das Hochformat die Anmut der Figur und die Ruhe der Szene unterstreicht.
In der Raumgestaltung
Dieses Poster passt besonders gut in Eingangsbereiche, Schlafzimmer oder Bäder, wo das Thema Übergang und Reflexion natürlich resoniert. Es ergänzt Japandi-, Minimal- und Mid-Century-Interieurs und fungiert als narratives, aber zurückhaltendes Blickfang-Element.
Kombinieren Sie die kühlen Farbtöne mit indigoblauen Keramiken, offwhite Wänden oder dezenten roten Akzenten in Textilien. Für eine harmonische Galeriewand lässt es sich hervorragend mit anderen Drucken in Blautönen und zusätzlichen vertikalen Postern zu einer ruhigen, stimmigen Gesamtheit zusammenstellen.
